Markt Mähring  | Mittwoch, 19. Dezember 2018
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Kinderhaus der Dorfpiraten - Europapreisträger 2014

Es gibt keinen Krieg, wenn man sich kennt“ - Europa-Preise an Kinderhaus „Piraten“ Großkonreuth - Medienzentrum T1 und Heinrich Schärl – Jeweils mit 200 Euro dotiert

Wiesau(kro) 
Im Blickpunkt der Jahresversammlung der Europa Union stand die Ehrung der diesjährigen Europapreisträger. Ausgezeichnet wurden das Kinderhaus „Piraten“ in Großkonreuth, das grenzüberschreitende Medienzentrum Nord T1 in Tannenlohe und der Fuchsmühle Heinrich Schärl. Die Europapreis sind mit jeweils 200 Euro dotiert. Gesanglich wurde die Feierstunde in eindrucksvoller Weise von Eva-Maria Linkel aus Kulmain und von der ehemaligen bayerischen Milchkönigin Julia Thoma aus Wiesau umrahmt, begleitet von Caroll Bischoff am Klavier.

Vorsitzender Peter Preisinger betonte, dass sich gerade die Mitte Europas für ein Miteinader eintreten sollte, so wie die Europa Union. Europa werde auf der unteren Ebene gemacht. Viele Kriege seien provoziert und arrangiert, dagegen gelte es sich einzusetzen, „das müssen wir verhindern“. 

Laudatorin Inge Pannrucker würdigte das Engagement des Kinderhauses „Piraten“ in Großkonreuth, die mit der Kinderhaus „Materska Skola Vora“ im tschechischen Marienbad seit 2006 eine Partnerschaft unterhalten. Sechs Mal im Jahr treffen sich beide Kindergärten jährlich. Sie verwies auf diverse Sprachkurse diesseits und jenseits beider Grenzen. Als treibende Kraft nannte sie die Initiatorin Irida Haberkorn, aber auch die Gemeinde Mähring, die diese Partnerschaft sehr unterstütze. Finanzielle Unterstützung erhalte die Partnerschaft auch vom deutsch-tschechischen Jugendaustausch „Tandem“. Die Kinder lernten mit dieser Partnerschaft von Klein auf die Bräuche, die Kultur und die Sprache des Nachbarlandes kennen. Pannrucker, „sind sind Vorbilder für ein vereintes Europa“.

Die Laudatio für das T 1 hielt der ehemalige Landrat Karl Haberkorn, die es seit 2008 gibt. In den knapp sieben Jahren ihres Bestehens haben sich rund 800 Jugendliche aus Tschechien mit deutschen Jugendlichen am T1 getroffen. Die Zusammenarbeit sei bei auf Nachhaltigkeit angelegt und nehme ständig zu. Das T1 leiste so einen wichtigen Beitrag zur Verständigung zwischen den benachbarten Regionen in Westböhmen und Nordostbayern. Anhand einiger Beispiele unterstrich Haberkorn diese enge Zusammenarbeit, die federführend von Philipp Reich, Gabriela Pätzold und Cirta Rosbach betrieben werde. 

Der Kreisjugendring sei der Träger, der Landkreis der alleinige Finanzierer, der damit die Wichtigkeit der Völkerverständigung unterstreiche. KJR-Vorsitzender Jürgen Preisinger sagte in seinem Statement, „es gibt keinen Krieg, wenn man sich kennt“.

Für den dritten Preisträger Heinrich Schärl, hielt Fuchsmühls  Bürgermeister Wolfgang Braun die Laudatio. Schärl sei nicht nur im Vereinsleben und im politischen Leben der Marktgemeinde nicht wegzudenken. Henrich Schärl organisiert seit 1986 das alljährliche Zeltlager der Fuchsmühler Kinder in der südtiroler Partnergemeinde St. Leonhard. Seit 1974 besteht auch eine offizielle Partnerschaft mit der Schützenkompanie St. Leonhard im Passeiertal. 

Seit 1988 unterhält die Marktgemeinde Fuchsmühl eine Partnerschaft mit St. Leonhard. Der Laudator bezeichnete Schärl als den „Motor“ dieser Partnerschaften, der diese auch immer wieder belebe und mit Leben erfülle.
 

Mit der gemeinsam gesungenen „Europa-Hymne“ und einem anschließenden kleinen Imbiss, serviert von Schülerinnen der Hotelfachschule, endet die Feierstunde.

 

(Text: Konrad Rosner)