Grüß Gott in Mähring

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Aktuelles:

13.06.18 16:17

Marktgemeinderatssitzung im Juli 2018

Die nächste Marktgemeinderatssitzung findet statt am Montag, den 02.07.2018 ab 19:30 Uhr...


Start Adresse

z.B. berlin kochweg 10
Zieladresse
Markt Mähring
Großkonreuth 24|95695 Mähring

Das Denkmal

Vierzig Männer des kleinen Dorfes mussten in den Ersten Weltkrieg. Zehn davon blieben auf dem Schlachtfeld zurück. Ihnen setzten die rund 150 Einwohner ein Denkmal. Den Gründungsvorsitz hatte der tschechische Förster Hugo Janovsky übernommen. Theaterspiele und Spenden, an denen sich auch Mähringer beteiligten, finanzierten das Vorhaben. Am 9. August 1925 weihten Pfarrer Heinrich Dinter und der redegewandte Johann Kohl aus Dreihacken mit Pfarrer Karl Hofmeister aus Mähring das Denkmal feierlich ein. In den folgenden Jahren ehrte man dort an den Gedenktagen, insbesondere an Ostern, die Toten durch Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr. Nach Kriegsende und der Vertreibung zerstörten die kommunistischen Tschechen das Dorf und das Denkmal.

Am 1. Mai 1990 lag der Denkmalstein umgestürzt, mit dem "Gesicht" nach unten, versteckt zwischen Bäumen. Der einst aufsitzende Adler fehlte.

Die Steintafel mit den Namen der Kriegstoten blieb unauffindbar.

1992 konnte der Stein aufgerichtet und ein Jahr später wieder eine neue Tafel eingesetzt werden. Frau Dagmar Strnadova, die tschechische Bürgermeisterin von Dreihacken (Tri Sekery), hatte die Erlaubnis gegeben.

Mit finanzieller Unterstützung aus dem gemeinsamen Spendentopf wurde 2004 der Denkmalstein restauriert und von den einengenden Bäumen befreit. Förster Bedrieh Podhajsky aus Schöntal (Krasne) und Zdenek Buchtele aus Großsichtichfür (Velka Hledsebe) sorgten auch dafür, dass der Platz vor dem großen Stein eingeebnet und mit Schotter aufgefüllt wurde.

Wie bei der Einweihung umrahmen nun kleinere Findlinge, die mit einer Kette verbunden sind, das Denkmal für die Kriegstoten und geben ihm wieder eine ansprechende und würdige Form.

In einer "Gedenkminute" wird bei jedem Treffen der Toten des Dorfes gedacht und an alle Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibung erinnert. Sie mahnen zum Frieden und zur Versöhnung.

Einweihung des Denkmals am 9. August 1925. Der Redner Hugo Janovsky (in der Mitte stehend) übergibt das Denkmal an die Gemeinde.
Das freigelegte und restaurierte Denkmal 2006 in gleicher Blickrichtung.
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